In den kommenden Tagen wird der Daily Planner Pro sein Angebot für Nicht-Mitglieder modifizieren. Die Wochenanalyse wird zukünftig abgelöst durch mehrmals pro Woche erscheinende Kurzkommentare und Rubriken zu unterschiedlichen Bereichen wie Muster-Trades, Leitthemen und Kandidaten.
Was die Wochenanalyse betrifft, gibt es auch für Mitglieder eine Änderung: Nach dem 2. April rückt das Playbook in den Vordergrund. An den Wochenenden wird es nach wie auch Analysen zum Aktienmarkt und den offenen Positionen geben, allerdings nicht mehr in so ausführlicher Form, wie sie bislang im Rahmen der Wochenanalyse durchgeführt. Mehrere Kurzkommentare unter der Woche lösen sozusagen den Grossteil der Wochenanalyse ab.
Sofern sinnvoll, besteht das Ziel darin, zukünftig kürzere Anmerkungen zu publizieren. Dies sollte insbesondere nach dem 2. April (wenn die Karten in Sachen Strafzölle erstmals auf dem Tisch liegen) einfacher umsetzbar sein, als bislang.
Bereits die heutige Ausgabe der Wochenanalyse wird vor dem Hintergrund kurz gehalten, dass am beziehungsweise nach dem 2. April kurzfristige Kommentare notwendig sein werden. Den Grund hatte ich an dieser Stelle in den vergangenen Wochen ausgeführt. Er wird im Folgenden nochmals kurz dargelegt.
Zum Geschehen der vergangenen Woche
Wie an dieser Stelle bereits in der vergangenen Woche als ein realistisches Szenario dargestellt, wartete die US Regierung mit der Bekanntgabe neuer Zölle nicht bis zum 2. April, sondern gab bereits am vergangenen Mittwoch das Inkrafttreten von Strafzöllen auf importierte Autos bekannt (ab 3. April gültig).
Bis zum 3. Mai sollen dann die Zölle auf wichtige Teile wie Motoren, Getriebe und elektrische Systeme ausgeweitet werden – mit der Option, diese noch weiter auszudehnen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Teile, die den Vorschriften des Freihandelsabkommens zwischen den USA, Kanada und Mexiko (NAFTA) entsprechen, zunächst noch von den Zöllen ausgenommen sind. Ausnahmen gibt es also!
Die Ankündigung dieser Zölle lässt die Aktienmärkte nun mit grosser Unsicherheit und auch Sorge auf den 2. April blicken.
Ausblick auf die anstehende Handelswoche
Am 2. April wird Trump voraussichtlich weitere Zölle bekanntgeben. Angeblich nicht in dem Ausmass und in der Höhe, wie ursprünglich geplant.
Bislang haben sich die europäischen Märkte wie England, Deutschland, Frankreich, Italien und die Schweiz, im Vergleich zu den USA sehr gut gehalten. In den Tagen nach dem 2. April wird sich zeigen, inwieweit diese relative Stärke weiterhin Bestand hat.
Überspannt die Trump Regierung den Bogen, indem sie tatsächlich quasi die gesamte westliche und asiatische Welt mit Strafzöllen belegt, dürfte die Wall Street auch die Börsen in Europa in ihren Abwärtssog ziehen.
Es ist aber keinesfalls sicher, dass es nach dem 2. April zu sofortigen weiteren Kursverlusten kommt, denn bis zu einem gewissen Grad sind die schlechten Nachrichten bereits eingepreist und es gibt durchaus auch positive Kräfte, die danach frei gesetzt werden könnten.
Zu den positiven Kräften zählen unter anderem die ausverkaufte Situation (markttechnischer Grund) und der hoher Grad an Pessimisten unter Privatanlegern. Beide Punkte haben allerdings noch keine extremen Level erreicht.
Dazu eine Anmerkung: Wer jetzt noch beabsichtigt, vor dem 2. April durch Leerverkäufe (Short Selling) auf fallende Kurse bei amerikanischen Aktien zu setzen, sollte genau wissen, was er tut.
Neuer Kurs: Strategien für das Setzen auf fallende Kurse (Short Selling)
Für Daily Planner Pro Mitglieder ist der Kurs frei zugänglich. Der Kurs wird in Form von Webinaren abgehalten, die in der anstehenden Woche abgehalten werden. Beginnend ab Mittwoch, 2. April, 19 Uhr, mit Live Analysen und Screenen eventueller Kandidaten. Die Webinare werden natürlich aufgezeichnet.
Nicht-Mitglieder können den Kurs für den Preis von 299 Euro erwerben. Bestellung und Infos via E-Mail fg(ät)faikgiese.com. Sie erhalten Unterlagen und Aufzeichnungen. Anmerkung: Update des Starttermins erfolgte am Sonntag, 30.3., 21:30 Uhr.
Letztendlich wird es auf die Frage ankommen, welche Länder und Produkte (und damit Branchen) betroffen sind, die die Marktteilnehmer bislang nicht auf ihrer Rechnung hatten – und ob es Ausnahmen gibt.
Plan für die kommenden Tage
Erst die Tage nach dem 2. April werden zeigen, welche Richtung die westlichen Aktienmärkten tatsächlich einschlagen. Solange heisst es, geduldig abwarten und schauen, wie sich die offenen Positionen weiter entwickeln.
Anmerkung: Das Daily Planner Pro Echtzeitkonto liegt seit seinem Start, am 21. Januar 2025, noch immer im Plus; siehe auch Grafik 1.
Mitglied werden und direkt Zugang erhalten – inklusive Grundlagenkurs!
Übersicht zum aktuellen Stand der Modelle
Stand Gesamtmarktmodell mit Schlusskurs vom vergangenen Freitag, 21. März 2025:
Komponente | Stand | Punktestand |
Kursverhalten Einzelaktien | negativ | -4.00 |
Sentiment | positiv | +1.00 |
Liquidität (monetäre Seite) | neutral | -1.25 |
Gesamtmarktmodell: | negativ | -4.25 |
Nur wenige Punkte fehlen dem Nasdaq Composite aktuell an einem neuen 6-Monatstief. Entsprechend steht die Komponente „Kursverhalten Einzelaktien“ auf negativ, siehe Grafik 1.

Die Liquiditätsseite ist nach wie vor neutral, während der Pessimismus unter Privatanlegern weiterhin zwar hoch ist, jedoch im Vergleich zu den Vorwochen tatsächlich etwas abgebaut hat (daher aktuell nur +1 Punkt, statt wie in den Vorwochen 2 Punkte).
Insgesamt gesehen wird das Marktumfeld vom Gesamtmarktmodell aktuell als negativ eingestuft. Oben genannter Plan für die kommende Woche geht also konform mit dem Marktumfeld.
Sowohl die Sentiment, wie auch die Liquiditätsseite wurden in der Vergangenheit an dieser Stelle stets besprochen. In dieser Ausgabe spare ich mir die Ausführungen, zum einen weil sich gegenüber der Vorwoche nur wenig verändert hat und zum anderen mit Blick auf das Schlüsseldatum 2. April.
Ausklang
Dieses war die letzte Ausgabe der Wochenanalyse. Ungeachtet der vielen, arbeitsintensiven Stunden, hat mir das Verfassen Freude bereitet und mir ungemein geholfen, meine Gedanken sowie die aufgenommenen Informationen zu sortieren.
Meines Erachtens ist die zugrundeliegende Struktur und der daraus jeweils entstandene Handelsplan der wesentliche Grund dafür, dass das Daily Planner Pro Echtzeitkonto sich bislang so gut halten konnte und nach wie vor im Plus liegt; Grafik 1 enthält einen entsprechenden Vermerk zum Startzeitpunkt des Portfolios.
Bereits am morgigen Montag geht es mit einem Kurzbeitrag zum Thema Short Selling weiter (auch für Nicht-Mitglieder).
Faik Giese